Stipendiaten-Porträts

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„Das Avicenna-Stipendium ist für mich natürlich finanziell schön, es ist mir aber besonders wichtig, mir mit anderen Stipendiaten zu überlegen, wie wir den Dialog zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen in Deutschland fördern können. Ich engagiere mich momentan in einem Verein, der Missverständnisse zwischen Schülern und Eltern mit Migrationshintergrund auf der einen Seite und Kindergärtnern und Lehrern auf der anderen Seite ausräumen möchte. Da gibt es zum Beispiel deutsch-türkische oder deutsch-arabische Lesezirkel. Eine Kommilitonin von mir wurde vom katholischen Cusanus-Werk aufgenommen, und wir überlegen auch schon, welche katholisch-muslimischen Projekte wir organisieren könnten.“

Quelle: ZEIT Online
Foto: Valentin Paster

Jasmin Atta

20, Law and Economics, Bonn

Stipendiatin

Hassan Hadi Hatoum

21, Physik, Frankfurt am Main

Stipendiat

„Das Avicenna Studienwerk ist für Muslime jeder Ausrichtung mit überdurchschnittlichen Leistungen im Studium und einer Wertschätzung sozialem Engagement empfehlenswert. Es fördert den interreligiösen Dialog, die Auseinandersetzung mit dem Islam und aktuellen Themenbereichen. Zusätzlich unterstützt das Avicenna Studienwerk Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen. Somit kann ich als Physikstudent in Dialog mit Theologen und Philosophen treten und Brücken zwischen Religion und Wissenschaft schlagen. Dies ermöglicht mir, Eindrücke über den Inhalt meines Studiums hinaus zu sammeln und zu verknüpfen. Bei Avicenna wird auch über den Tellerrand geschaut. Den Stipendiatinnen und Stipendiaten wird die Möglichkeit gegeben, sich aktiv in die Gestaltung des sich in der Aufbauphase befindenden Studienwerkes einzubringen und ihre Ideen und Vorschläge zur Diskussion zu stellen.“

Quelle: stipendiumplus.de
Foto: Valentin Paster

„Durch das Avicenna Studienwerk konnte ich mit meiner Promotion direkt im Anschluss an das Chemiestudium beginnen. Über diese Möglichkeit bin ich dankbar und freue mich mein Fachwissen weiter zu vertiefen. Neben dem finanziellen Aspekt ermöglicht das Avicenna Studienwerk seinen Stipendiatinnen und Stipendiaten die aktive Mitgestaltung des ideellen Förderungsprogramms. Somit kann ich von Anfang an meine Ideen und Wünsche einbringen. Bei dem ersten Kennenlernen der Stipendiatinnen und Stipendiaten war ich zutiefst beeindruckt von den starken Persönlichkeiten aus den verschiedensten Fachbereichen. Dieses spiegelt sich auch in der Diskussionsvielfalt der Stipendiaten und Stipendiatinnen wieder. Ich denke, dass mit der Gründung des ersten muslimischen Begabtenförderungswerks ein wichtiges Zeichen gesetzt wurde. Als Stipendiatin bin ich mir aber auch der Verantwortung bewusst und möchte für interreligiösen Dialog, Toleranz und Bildungsgerechtigkeit einstehen.“

Quelle: stipendiumplus.de
Foto: Valentin Paster

Amela Bronja

27, Chemie, Essen

Promotionsstipenidatin

Mehmet Bayrak

30, Architektur, Aachen

Promotionsstipendiat

„Was mich dazu bewogen hat, mich beim Avicenna-Studienwerk zu bewerben? Ich hoffe, dort viele hochqualifizierte Menschen aus verschiedenen Studiengängen zu treffen, die es wie ich im Bildungssystem nicht immer leicht gehabt haben. Wenn man aus einem sozialen Brennpunkt kommt, mit türkischem Namen, dann sieht es mit der Chancengleichheit düster aus. Ich bin nicht bei null gestartet, sondern bei minus zehn – und das kenne ich von vielen Freunden mit Migrationshintergrund. Avicenna sorgt da für mehr Gerechtigkeit. Wenn man nur nach Leistung schaut, hat jemand aus gutbürgerlichem Haus einfach bessere Startchancen. Viele Kinder aus Brennpunkten können zum Beispiel nicht einfach zum Auslandsaufenthalt aufbrechen, um den Lebenslauf auszuschmücken.“

Quelle: ZEIT Online

Foto: Valentin Paster