Hendrik Brecht, Rechtswissenschaften

Hendrik Brecht, 25 Jahre, studiert Jura in Hamburg.

„Mit zwanzig habe ich das erste Mal durch einen Freund vom Avicenna-Studienwerk gehört. Ehrlich gesagt, habe ich da zum ersten Mal überhaupt von Fördermöglichkeiten abseits von Bafög erfahren“.

Wie bist Du auf das Avicenna-Studienwerk gekommen und hattest du Bedenken Dich zu bewerben?

Mit zwanzig habe ich das erste Mal durch einen Freund vom Avicenna Studienwerk gehört. Ehrlich gesagt, habe ich da zum ersten Mal überhaupt von Fördermöglichkeiten abseits von Bafög erfahren. Mit 15 Jahren bin ich zum Islam konvertiert – das war für mich schon eine große Wende. Bildung hat damit für mich einen neuen Schwerpunkt in meinem Leben bekommen. In der Oberstufe bekam ich das Fach Rechtslehre, wodurch ich zum ersten Mal in Kontakt mit juristischen Themen kam. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich nach dem Abitur dazu entschieden habe, Jura zu studieren.

Während der Schulzeit jobbte ich neben der Schule und fuhr oft bis spät in die Nacht Pizza aus. Daher bin ich sehr froh darüber, dass ich mich nun dank Avicenna voll und ganz auf mein Studium konzentrieren kann.

Welche Erfahrungen hast du im Rahmen des Avicenna Stipendiums gemacht?

Erstmal war die Zusage für das Stipendium eine große Erleichterung. Endlich konnte ich mich wirklich zu hundert Prozent auf mein Studium konzentrieren. Aber die persönlichen Erfahrungen, die ich im Rahmen der Förderung gemacht habe, sind noch viel wertvoller als die finanzielle Unterstützung. Die Teilnahme am Jahrestreffen war beispielsweise so eine schöne und inspirierende Erfahrung. Das Zusammentreffen mit so vielen Menschen aus unterschiedlichsten Fachrichtungen hat mich unfassbar für mein weiteres Studium motiviert! Auch inhaltlich kann ich viel aus der Förderung mitnehmen. Zum Beispiel habe ich ein Seminar zum Thema Projektmanagement belegt. Die gesammelten Erfahrungen kann ich nun auch im Praktikum anwenden. Auch die monatlichen Treffen mit der Regionalgruppe, bei denen wir mit den anderen Stipendiat:innen zusammenkommen, uns austauschen und verschiedenste Aktivitäten unternehmen, sind für mich eine große Bereicherung.

Ich bin außerdem schon lange im Bereich des interreligiösen Dialoges aktiv. Das liegt ein bisschen in der Natur der Sache, da ich in meiner Familie der einzige Muslim bin, lebe ich in gewisser Weise jeden Tag den interreligiösen Dialog. Durch das Avicenna-Studienwerk hatte ich die Möglichkeit an einem Projekt des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerkes teilzunehmen und eine Woche ein intensives Programm in Israel zu erleben. Die Teilnehmenden lernten gemeinsam zu ganz unterschiedlichen Themen und hatten die Möglichkeit hochrangige Politiker:innen und Wissenschaftler:innen kennenzulernen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass die Aufnahme in das Avicenna-Studienwerk zweifellos eines der besten Dinge ist, die mir in der Vergangenheit passiert sind.

Welche Pläne hast du für die Zukunft?

Erstmal steht der Abschluss meines Studiums im Fokus. Ich hoffe aber, dass ich als fertiger Jurist und Alumni des Förderwerks noch lange mit Avicenna in Verbindung stehen werde.

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